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Smouldering Multiple Myelom (SMM)Präventiver Ansatz mit Daratumumab

19.01.2026Ausgabe 1/20262min. Lesedauer

Mit Daratumumab ist eine Therapie verfügbar, mit der die Entwicklung eines symptomatischen MM im Vergleich zum aktiven Monitoring deutlich verzögert werden kann. Eine neue Subgruppenanalyse der Zulassungsstudie unterstreicht den Nutzen des frühen Einsatzes dieser innovativen Myelom-Therapie.

Seit Kurzem kann Daratumumab bei Patientinnen und Patienten mit Hochrisiko-SMM eingesetzt werden, einer Plasmazellerkrankung, die ein hohes Progressionsrisiko zum symptomatischen MM aufweist. Relevant für die Zulassung in dieser Indikation waren die Daten der Phase-III-Studie AQUILA [1]. Darin ergab sich gegenüber einer aktiven Überwachung des SMM unter der Daratumumab-Monotherapie ein signifikanter Vorteil im PFS: Das Risiko für einen Krankheitsprogress oder das Versterben reduzierte sich um 51% (HR 0,49; 95%-KI 0,36–0,67; p<0,001). Die 5-Jahres-OS-Rate betrug unter der Daratumumab-Monotherapie 93,0% und unter dem Watch-and-Wait-Konzept 86,9% [1].

Die Progressionsverzögerung funktioniert

Im Rahmen des ASH wurde nun eine Subgruppenanalyse der Zulassungsstudie präsentiert, in der u. a. das PFS nach dem Alter der Erkrankten ausgewertet wurde [2]. Dabei zeigten sich zwischen jüngeren (<65 Jahre) und älteren (≥65 Jahre) Patientinnen und Patienten mit Hochrisiko-SMM keine relevanten Unterschiede in der Wirksamkeit.

Der PFS-Vorteil konnte in allen IMWG-Risikogruppen beobachtet werden, wobei der Gewinn für die Hochrisikogruppe am größten war: Hier lag die PFS-Rate im Daratumumab-Arm um das 1,6-Fache über der des Watch-and-Wait-Arms (62,8% versus 37,5%; HR 0,36). Dieser Vorteil von Daratumumab gegenüber der aktiven Überwachung blieb über die Zeit stabil erhalten, mit 5-Jahres-PFS-Raten von 78,2% gegenüber 71,6%, 56,2% gegenüber 42,9% und 60,4% gegenüber 23,6% in den IMWG-Gruppen mit niedrigem, mittlerem und hohem Risiko [2].

Das Sicherheitsprofil war hinsichtlich therapiebezogener unerwünschter Ereignisse zwischen den Altersgruppen vergleichbar und unter Daratumumab ähnlich wie unter dem Watch-and-Wait-Konzept [2].

Weiterführende Hinweise
  • [1] Dimopoulos MA et al. Daratumumab or Active Monitoring for High-Risk Smoldering Multiple Myeloma. N Engl J Med 2025; 392: 1777–1788. doi.org/10.1056/NEJMoa2409029
  • [2] Voorhees P et al. Daratumumab monotherapy versus active monitoring in patients with high-risk smoldering multiple myeloma: Aquila outcomes based on mayo 2018/IMWG 2020 risk stratification, IMWG 2020 plus cytogenetic criteria, and age. Blood 2025; 146 (Suppl 1): 372. doi.org/10.1182/blood-2025-372

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